KARIN KIRCHBICHLER

Karin Kirchbichler, geboren 1955 in Annaberg-Buchholz, kam schon als 14-jährige Schülerin im Rundfunkjugendchor Wernigerode mit  professioneller künstlerischer Arbeit in Berührung: hier wurde intensiv Klavier- und Gesangsunterricht sowie Sprecherziehung gelehrt. Sie wirkte an zahlreichen Tonträger-, Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen mit, übernahm schon damals die Moderation für Konzerte des Chores. 1974 schloss sie mit dem Abitur auch ihre Ausbildung als Chorleiterin ab.
Es folgte das Studium der Musikwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle, welches sie 1980 mit dem Diplom beendete.

Nach dem Studium war sie für drei Jahre als leitende Musikreferentin der Stadt Leipzig beratend für den Thomanerchor und das Gewandhausorchester ebenso zuständig, wie für das städtische Engagement des Internationalen Bachwettbewerbs und das Internationale Bachfest.

Während dieser Tätigkeit organisierte sie, unterstützt durch die großzügige Finanzierung der Kulturabteilung, über hundert Konzerte unterschiedlichster Gattungen mit namhaften Orchestern, Ensembles und Bands, deren Programme sie zum Großteil moderierte. Schon während des Studiums absolvierte sie Praktika bei verschiedenen Rundfunksendern, so war es nur folgerichtig, dass sie 1983 die Position der Dramaturgin und Produzentin des Großen Rundfunkorchesters Leipzig übernahm, eingeschlossen die Konzertreihe „Zauber der Musik“ im Gewandhaus.

Als Ideengeberin war Sie maßgeblich an der Entwicklung und Gestaltung der Veranstaltungsreihe „Musik und Bildkunst“ im Museum für bildende Künste Leipzig beteiligt.  Ab 1986 übernahm sie die Musikproduktion im Bereich Chormusik für die Hauptabteilung Musik im Rundfunk Berlin, später war sie verantwortliche Produzentin der freien Kammerensembles, wobei sie sich vor allem der Förderung junger Künstler und neuer Ensembles widmete. Die Konzertreihe „Akademie der Musik“ im Konzerthaus Berlin lag dramaturgisch in ihrer Verantwortung, ebenso deren Rundfunkübertragung mit Interviews und eigenen Wortbeiträgen. In dieser Zeit gestaltete und moderierte sie darüber hinaus Radiosendungen und Beiträge zu verschiedenen musikwissenschaftlichen und kulturpolitischen Themen. 

Aus familiären Gründen verlegte sie ihren Lebensmittelpunkt 1990 nach Hamburg, wo sie die nächsten zwanzig Jahre für den renommierten Hamburger Musikverlag Hans Sikorski tätig war, wobei hier der musikwirtschaftliche Aspekt, die Vermarktung der Musik im Mittelpunkt stand. Seit nunmehr acht Jahren arbeitet sie freiberuflich als Coach mit Schwerpunkt Persönlichkeitsentwicklung, gibt einschlägige Kurse und ist auch im Rückgriff auf ihre früheren Erfahrungen wieder als Moderatorin und Sprecherin aktiv.